MEKONG DELTA

 Verkaufsstand

EIN STÜCK HEIMAT

Glückliches Vietnam. Stände wie dieser sind Supermarkt, Büdchen, Zigarettenautomat und Bäcker in einem. Von Bonbons über Gemüse, Zigaretten bis hin zu Baguettes bieten diese kleinen Wunderbuden alltägliche Konsumgüter für Touristen wie Einheimische. Im Normalfall ist mindestens ein eifriger Verkäufer zugegen, der genau registriert, welche Ware die Blicke der Touris auf sich zieht. Ehe man sich versieht; ist man mittendrin in den Preisverhandlungen, denn gehandelt wird hier überall und um alles. Die Baguettes haben die Vietnamesen im übrigen von den Franzosen übernommen und wider Erwarten schmecken sie fast genauso wie erwartet. Ein Stückchen Heimat in der Fremde.
 
Tempeldetail     

KRIECHTIERE IN ALKOHOL

Andere lukullische Spezialitäten wecken weniger wohlige Gefühle. Für die Vorstellung, Hühnerfüße zu verzehren, Hunde- oder Schlangenfleisch zu kosten, können sich wohl die wenigsten Mitteleuropäer begeistern. Dachte ich zumindest. Bis wir auf unserer Tour durchs Mekong Delta in einem kleinen Ort Halt machen, dessen Name in den Sümpfen meines Gehirns versunken ist, dessen Spezialität aber die Herstellung von Schlangenwein ist. Überall am Straßenrand sind kleine Verkaufsstände aufgebaut, die Flaschen mit in Wein schwimmenden Schlangen verkaufen (wie die Schlangen in die Flaschen gekommen sind, konnte bis heute nicht recherchiert werden). Und weil es nun mal der Natur des Touristen entspricht, besonders exotische Dinge zu kaufen und mit in seine Heimat zu schleppen, erwerben einige Mitreisende Flaschen mit den toten Reptilien. "Witzige Dekoration für die Küche", meint eine Touristin aus Israel, während ein junger Ungar pragmatischere Dinge im Sinn hat. Er setzt die erstandene Flasche an den Hals und nimmt einen kräftigen Zug. "Gar nicht so schlecht", läßt der Mutige mit tapferer Miene verlauten. Das ist der Stoff, aus dem wahre Helden gemacht sind. 
 

MICKY GOES VIETNAM 

Der Vietnamese als solcher liebt den Kitsch. Die zahllosen Tempelfiguren sind vorwiegend in hellblau, türkis, schweinchenrosa und ähnlich geschmackvollen Farbtönen gehalten (siehe Foto links). Die Szenerie wirkt wie eine vietnamesische Variante von Disney World. Gläubige Vietnamesen rammen ganze Bündel mit Räucherstäbchen in die mit Sand gefüllten Gefäße, die überall auf den Tempelgeländen plaziert sind. Mit einem einzelnen Stäbchen gibt sich hier keiner zufrieden und so liegt eine betäubende Rauchwolke über jedem der Tempel. 
 
 
 
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